Überschwemmungen in Camiri März 2019

News aus dem PENADER und vomJoven Esperanza e.V. 04.19

Diese Bilder haben viele von euch sicherlich schon über unsere sozialen Netzwerke gesehen…Immer wieder gibt es starke Regengüsse in Bolivien und auch ein Anstieg und leichtes Übertreten des Flusses ist keine Seltenheit. Eine solche Überschwemmung wie im März diesen Jahres gab es aber seit 1985 nicht mehr: nach wochenlangen Regenfällen stieg der rio innerhalb von drei Stunden um fünf Meter an! Mit diesen Folgen hatten entlang des Flusses ca. 5000 bolivianische Familien zu kämpfen… Auch viele der besonders armen Familien Camiris leben in ihren Hütten direkt im barrio am Fluss. Dort holen sie beispielsweise auch täglich Wasser zum Kochen und Waschen. So waren über 20 der ohnehin sehr instabilen, oft nur aus Pappe, Lehm, Plastik und Stoff zusammengebauten Hütten komplett überschwemmt und somit unbewohnbar. Gottseidank konnten alle Personen rechtzeitig die Flussgegend verlassen, doch nun standen sie mitten in der Nacht im strömenden Regen auf der Straße…

Die erste Anlaufstelle war das PENADER: noch in der Nacht ist unsere Direktion ins barrio gefahren und hat die Familien „unserer“ Kinder ins Projekt geholt. Für die ersten Nächte wurde dort ein Matratzenlager hergerichtet sowie mit Essen und Kleidung ausgeholfen. Es ist schwer in Worte zu fassen, was in den Kindern und Eltern vorgehen muss, wenn ihr Zuhause mit dem Wenigen,was sie besitzen,unbewohnbar wird,und was es dann bedeuten muss, einen Zufluchtsort wie das PENADER zu haben –eine Sicherheit, die vielen anderen Familien in Bolivien nicht gegeben ist.In diesem Fall unterstützt sogar außerdem eine soziale bolivianische Organisation: Essen und Kleidung wurde organisiert und zumindest die komplett zusammengefallenen Hütten wurden wieder aufgebaut.

Inzwischen sind die Regengüsse vorbeigezogen, die Hütten wieder rekonstruiert und Normalität ist eingekehrt. Die Stadt Camiri will nun prophylaktisch eine Mauer entlang des Flusses bauen, um zukünftige Schäden in Grenzen zu halten.

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Alles zur Mitgliederversammlung 2019

News aus dem PENADER und vomJoven Esperanza e.V.02.19 Bei der Wahl des Vorstandes wurden erneut Julius Knierer zum Vorstandsvorsitzenden, Marisa Amaya Rudilla zur stellvertretenden Vorsitzenden und Johanna Gewand zur Schatzmeisterin gewählt. Ebenfalls wiedergewählt wurde unser erweiterter Vorstand, bestehend aus Alexander Maywurm, Marie Claes und Teresa Kückmann. Wir danken euch für euer Vertrauen und freuen uns aufein neues Jahr mit und für Joven Esperanza. Da die meisten unserer Gäste bereits Mitglieder waren, stellten wir uns und das Projekt nur kurz vor und konnten dann direkt zu der aktuell angespannten politischen Situation sowie Berichten direkt aus dem PENADER von Jojo, Marisa sowie Lisa, die im Sommer gemeinsam in Camiri waren, übergehen. Momentan läuft das Projekt vor Ort sehr zuverlässig mit ca. 50 Kindern und, neben unseren drei hauptamtlichen Erziehern, drei weiteren Betreuerinnen, die gerade in der Ausbildung sind oder diese sogar schon abgeschlossen haben. Auch neue Projekte, wie die kleinen Geburtstagsfeiern, von denen wir euch in unserer Rundmail vom August berichtet haben, wurden seither konstant fortgeführt. Wir sind schon gespannt auf neue Berichte von Julius und Marisa, die dieses Jahr wieder hinfliegen wollen…2018 war einwirklich erfolgreiches Jahr: Das PENADER hat endlich die Anerkennung als „juristische Person“ bekommen–dadurch kann das Projekt nun zusätzlich vom bolivianischen Staat gefördert werden–und die 150-­‐Mitglieder-­‐Marke wurde geknackt!Beide Erfolge und noch einige großzügige Einzel-­‐spenden ermöglichen uns nun, den Erziehern vor Ort den bolivianischen Mindestlohn zu zahlen sowie Fördertöpfe für Einzelbedürfnisse aufzubauen, von denen schon die ersten Kinder profitieren konnten! Jetzt können wir über Zukunftsthemen nachdenken, wie z.B.über eine Art Krankenversicherung oder langfristig über einen Hauskauf, um unserem Projekt eine echte Standortsicherheit zu geben. DANKE, dass ihr diese Überlegungen möglich macht!

Bild könnte enthalten: 3 Personen, Personen, die lachen, Personen, die stehen und Innenbereich

2018 war einwirklich erfolgreiches Jahr: Das PENADER hat endlich die Anerkennung als „juristische Person“ bekommen–dadurch kann das Projekt nun zusätzlich vom bolivianischen Staat gefördert werden–und die 150-­‐Mitglieder-­‐Marke wurde geknackt!Beide Erfolge und noch einige großzügige Einzel-­‐spenden ermöglichen uns nun, den Erziehern vor Ort den bolivianischen Mindestlohn zu zahlen sowie Fördertöpfe für Einzelbedürfnisse aufzubauen, von denen schon die ersten Kinder profitieren konnten! Jetzt können wir über Zukunftsthemen nachdenken, wie z.B. über eine Art Krankenversicherung oder langfristig über einen Hauskauf, um unserem Projekt eine echte Standortsicherheit zu geben. DANKE, dass ihr diese Überlegungen möglich macht!

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Weihnachtsgrüße 2018

News aus dem PENADER und vom Joven Esperanza e.V.12.18 Auch in Camiri ist es seit einigen Tagen weihnachtlich. Bei über 30 Grad backen die deutschen Freiwilligen mit den Kindern im Projekt Plätzchen. Nun warten alle gespannt auf den 25. Dezember, auch wenn Papa Noel wohl nicht für jeden ein Geschenk dabei haben wird. Umso wichtiger und schöner war die Weihnachtsfeier im PENADER, bei der alle Kinder eine kleine Weihnachtsüberraschung bekommen haben.Nach vier Jahren haben wirs nun geschafft:das PENADER istaus einer Gruppe engagierter bolivianischer Privatpersonen zu einer anerkannten juristischen Institution(P.J.) geworden!!!Wir erhoffen uns durch die offizielle Anerkennung mehr regionale Unterstützung von Privatspendern und Firmen sowie von der Regierung: so stehen juristisch anerkannten sozialen Projekten beispielsweise Sachspenden wie Nahrungsmittel und Schulmaterialien von der regionalen Regierung zu, das PENADER kann nun ein Bankkonto auf den eigenen Namen eröffnen und wir kommen dem Ziel näher,den Kindern sowie Mitarbeitern eine Form der Krankenversicherung zu ermöglichen. Durch die Juristische Person und ein Bankkonto besteht sogar die Möglichkeit, dass sich das PENADER ein Haus kauft oder baut, welches perfekt an die architektonischen Bedürfnisse des PENADERs angepasst ist. Statt Miete zu zahlen, könnte man das Haus monatlich bei der Bank abzahlen und damit Eigentum generieren.Insgesamt wird uns die P.J. bei unserem langfristigen Ziel helfen, das PENADER möglichst unabhängig von deutschen Spendengeldern zu machen. Bis dahin ist es zwar noch ein langer Weg und wir müssen als Joven Esperanza noch weiter wachsen, aber wir sind diesem ehrgeizigen Ziel mit dem Erfolg der P.J. bereits einen großen Schritt näher gekommen.

Am 22.12. hieß es schon zum dritten Mal „Wenn Hilfe unter die Haut geht“. Über 30 Personen ließen sich in Duisburg für den guten Zweck tätowieren, wobei der gesamte Erlös nach Bolivien geht. Mit dieser großartigen Spende und bereits acht neuen Mitgliedern war es ein sehr erfolgreicher Tag für das Projekt und eine große Freude,zu sehen, wie viele hilfsbereite Menschen in ganz Deutschland zu treffen sind. Ein großer Dank gilt den tollen Künstlern des Zeitlos Studios und natürlich allen Helfern, die Marisa bei der Planung und Durchführung unterstützt haben. Feliz navidad!

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Freiwillige Noémi berichtet aus dem Projekt

Als Freiwillige greife ich den anderen Mitarbeitern im PENADER
unter die Arme, ich helfe morgens in der Bäckerei und in der Küche
und verkaufe nachmittags Brot. Am wichtigsten ist aber
die Zeit mit den Kindern. Ich unterstütze sie bei ihren Hausaufgaben und
wenn sie fertig sind, lernen wir Englisch.Wir setzen uns manchmal einfach zu dritt hin und erkunden zehn
Minuten lang den „th“ -sound, der wirklich nicht einfach auszusprechen ist, wie man es auch aus Deutschland kennt… 🙂
Die Kinder merken, Englisch ist eine coole neue Sprache, die sich dazu noch super lustig anhört und wo man für das „th“ seine Zunge so komisch zwischen die Zähne schieben muss. 🙂 So kennen sie Unterricht gar nicht.
Wir arbeiten mit Vokabelkärtchen und Konversationssätzen, die richtig übersetzt und in die richtige
Reihenfolge gebracht werden müssen. Oft erfragen die Kinder
auch selber Wörter und dann besteht die Challenge daraus, sich
diese zu merken. Wir spielen auch Spiele wie Memory und
manchmal gehen wir auch einfach gemeinsam die Englischhausaufgaben durch.

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Vorstellungstext von Noémie, unserer neuen Freiwilligen aus Deutschland

Hallo!
Ich bin Noémie, die neue Freiwillige hier im PENADER. Ich bin 18 Jahre alt
und Abiturientin aus Hamburg. Es war schon immer mein Traum, nach
dem Abitur ein Auslandsjahr zu machen, um die Welt zu entdecken. Nach
Tansania darf ich jetzt hier in Bolivien arbeiten, was mich sehr freut! Ich
wollte gerne Spanisch lernen und mit Kindern arbeiten, und genau das
kann ich hier. Dieses Projekt ist perfekt für mich. 🙂 Ein Glück, dass ich
durch Jojo das PENADER entdeckt habe!
Mit den Kindern zu arbeiten ist jeden Tag anders, aber immer von
schönen Erlebnissen geprägt. Manchmal ist es schwer, die Kinder zum
Arbeiten zu kriegen, aber der Moment, in dem zum Beispiel einer der
Erstklässler plötzlich merkt, dass er, wenn er es wirklich möchte, seine
Kreise ganz alleine zeichnen kann und nach jedem gelungenen Kreis
einen kleinen Freudentanz verübt, ist unglaublich schön.
Mich beeindruckt, wie die Kinder hier normal arbeiten und spielen können
und immer ein Lächeln auf dem Gesicht haben, obwohl ihre häuslichen
Umstände alles andere als rosig sind. Oft rede ich mit ihnen über
verschiedene Kulturen und Sprachen, das bringt ihnen immer sehr viel
Spaß. Ich erzähle dann von meinen Erfahrungen aus Afrika oder zeige
ihnen auf einer Karte, wie weit die Heimatstädte der drei Freiwilligen
auseinander liegen und sie hören begeistert zu, fragen erstaunt nach
oder lachen über Dinge, die sie nicht so wirklich glauben können.
Bevor ich hier hergekommen bin, habe ich einen vierwöchigen Intensiv-
Sprachkurs in der Hauptstadt Sucre absolviert. Die Sprache mehr oder
weniger fließend zu sprechen, vereinfacht mir natürlich das Leben. Auch
mit den Kindern kann ich so viel leichter reden und arbeiten.
Seit sechs Wochen bin ich schon im PENADER und werde hier noch bis Anfang
Juli bleiben. Ich verbringe hier eine wunderschöne Zeit und habe schon
gute Freunde gefunden. 🙂 Im  nächsten Monat werde ich hier genauer über
meine Arbeit mit den Kindern berichten.
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Bericht zur Vereinsversammlung 2018

Liebe Mitglieder,

am Sonntag vor Ostern fand unsere Mitgliederversammlung statt, von der wir nun gerne kurz berichten wollen (ein ausführliches Protokoll und einen Finanzbericht findet ihr im Anhang). Wie auch schon in den letzten Jahren war der Kaminraum im Haus der Natur gut gefüllt – schön, dass 36 Mitglieder und Gäste gekommen sind 🙂

Nachdem Julius für die neuen Gäste kurz das Projekt erklärt hat, folgte ein Jahresrückblick des PEANDERs sowie Joven Esperanzas. Nicht nur in Camiri gibt es viele Fortschritte, sondern auch wir konnten dieses Jahr 23 neue Mitglieder begrüßen und so inzwischen 75% der laufenden Kosten durch Mitgliedsbeiträge decken. Durch unsere nun 132 Mitglieder sowie tolle Aktionen und großzügige Einzelspenden haben wir eine gute Stabilität erreicht und Sonntag bereits in kleineren Gruppen über mögliche Bildungs- und Gesundheitstöpfe diskutiert. Diese sind dafür gedacht, in Zukunft auch Einzelschicksale zu unterstützen. Dafür benötigen wir in diesem Jahr ebenfalls eine steigende Mitgliederzahl und weiterhin eure Unterstützung – verweist gerne auf unsere Homepage!

Weitere gute Nachrichten gibt es von der „Juristischen Person“, mit der das PENADER offiziell als gemeinütziger Verein in Bolivien anerkannt wird und beispielweise ein Bankkonto eröffnen, Sachspenden beziehen oder ein Haus kaufen kann. Nach vielen Jahren sind unsere Freunde in Camiri jetzt kurz vor der Eintragung ins Vereinsregister und würden damit einen großen Schritt Richtung Unabhängigkeit machen. Insbesondere der Hauskauf ist unser langfristiges Ziel. In Bolivien wird dafür jetzt die Grundlage geschaffen. In Deutschland informieren wir uns über mögliche Förderungsmittel durch Stiftungen, die uns dabei helfen könnten einen zukünftigen Hauskauf zu finanzieren. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Marisa und Jojo haben auch von ihren Eindrücken, vielen, vielen schönen Erlebnissen und einigen Herausforderungen aus den letzten Jahren bzw. aus 2017 berichtet, sowie einige Bilder und Videos gezeigt. Trotz kleiner Rückschläge und gelegentlich einem „bolivianischen“ statt gewünschten „deutschen“ Tempo, sind im Laufe der Jahre unglaubliche Fortschritte und vor allem eine Kontinuität zu sehen. So essen die Kinder beispielsweise längst nicht mehr auf dem Boden oder machen ihre Hausaufgaben auf dem Schoß, sondern sitzen an großen Tischen, wo sie ein ausgewogenes, warmes Mittagessen zu sich nehmen oder ihre Hausaufgaben in Ruhe erledigen. Auch Micaela, Gründungsmitglied des PEANDERs, die zu unserer Begeisterung aus Madrid, wo sie gerade ein Auslandssemester macht, kommen konnte, berichtete begeistert: 19 von 22 Jugendlichen aus den jeweiligen Abschlussjahrgängen haben durch die Unterstützung des PENADERs in den letzten drei Jahren ihren Schulabschluss gemacht. Sie haben Arbeit gefunden oder studieren sogar.

Micaela sprach uns im Namen der Kinder MUCHAS GRACIAS aus!

Bei der Wahl des Vorstandes wurde Julius Knierer als Vorsitzender wiedergewählt, Marisa Amaya Rudilla (vorher Schatzmeisterin) ist nun zweite Vorsitzende und Johanna Gewand (neu im Team) Schatzmeisterin, wobei wir die Aufgaben intern etwas flexibler verteilen. Wir freuen uns sehr, dass uns Alexander Maywurm und Marie Claes im erweiterten Vorstand erhalten bleiben und dass außerdem Teresa Kückmann unser Team bereichern wird. An dieser Stelle noch einmal einen besonderen Dank an Marie, die sieben Jahre engagiert und zuverlässig als zweite Vorsitzende das Projekt unterstützt hat!

Nun freuen wir uns auf das nächste Jahr mit euch und hoffentlich weiteren Mitgliedern, mit tollen Aktionen (wie dem zweiten Sommerfest, das Lutz und Friederike mit einigen Helfern bereits planen), Neuigkeiten und vielen Fotos direkt aus dem PEANDER von Marisa und Jojo, die im Sommer hinfliegen wollen, und mit vielen glücklichen Kindern, die weiterhin im PENADER essen und Hausaufgaben machen können und dort vor allem ein zweites Zuhause haben.

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Einladung zur Mitgliederversammlung 2018

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Weihnachtsfest im Penader 2017

Die letzten Tage, die Weihnachtstage, sind für Christen auf der ganzen
Welt eine besondere Zeit. Auch in Camiri wird Weihnachten gefeiert.
Obwohl Geschenke oder ein besonderes Weihnachtsessen oft nicht dazu
gehören können, ist es ein Fest, auf das sich alle sehr freuen und das in
den Familien und in der Kirche gefeiert wird.
An der Stadtteilschule Blankenese in Hamburg biete ich momentan eine
Lateinamerika-AG für die Sechst- und Siebtklässler an. Wir haben schon
viel über diverse Länder gelernt, haben Spezialitäten probiert und auf
Spanisch gesungen. Als wir im Rahmen Boliviens auf das PENADER zu
sprechen kamen, war das Interesse auch bei den Letzten geweckt. Auf
einmal wirkte das Leben der mehr oder weniger gleichaltrigen Kinder dort
so greifbar und die Schülerinnen und Schüler wollten mehr über sie
erfahren. Durch Steckbriefe, Fotos und Erzählungen lernten sie einige
Kinder des PENADERS mit ihren Hobbies, Familien, Wohnsituationen und
Wünschen kennen und fassten den Entschluss, ihnen zu Weihnachten eine
Freude zu machen!
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So wurden am Tag der offenen Tür der Schule nicht nur die Kursarbeiten
vorgestellt, sondern auch Kuchen und Plätzchen verkauft, um Geld für ein
schönes Weihnachtsfest im PENADER zu verdienen. In jedem Kuchen, in
allen gebastelten Plakaten und in unseren Weihnachtsgrüßen steckte viel
Engagement und Herz.
Vielleicht deshalb war die Aktion ein voller Erfolg:
insgesamt haben wir 125,00€ verdient – eine Spende, die für die Kinder
vor Ort eine große Freude zu Weihnachten bedeutet. So konnte am letzten
gemeinsamen Tag im PENADER mit allen Kindern und Profes ein fröhliches
Weihnachtsfest mit leckerem Essen und weiteren kleinen Überraschungen
gefeiert werden. Es ist geplant auch ein kleines Königsfest (in Anlehnung
an die heiligen drei Könige) mit dieser Spende zu feiern.
Auch nach unserer kleinen Spendenaktion denkt immer mal wieder ein
Schüler an die Kinder im PENADER: eine Woche drückte mir jemand sein
zu klein gewordenes Deutschlandtrikot in die Hand, weil ich doch erzählt
hatte, dass es dort so viele kleine Deutschland-Fußballfans gibt und in der
nächsten Woche, als es schneite, wurde direkt vorgeschlagen, ein Video im
Schnee aufzunehmen und nach Camiri zu schicken, weil sie doch wissen
wollten, wie er sich anfühlt…
Ein Bericht von Johanna Gewand (ehemalige Freiwillige des PENADER)
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Sommerfest 2017

Das Somerfest 2017 war das erste seiner Art. Es ist aus der Idee entstanden für Mitglieder, Interessenten und Neugierige ein Zusammentreffen, aber auch einen Austausch über das Projekt PENADER und den Verein Joven Esperanza zu ermöglichen.

 

Die Eckdaten: 
Wer?: Mitglieder, ehemalige Projekt-Mitarbeiter, Freunde und Nachbarn
Wann?: Am Samstag 16.09.17
Wo?: Bei Lutz und Friederike 

 

Für alle, die verhindert waren, hier ein kleiner Rückblick auf unser Sommerfest: Freunde, Nachbarn, aber auch Mitglieder und ehemalige Projekt-Mitarbeiter von Joven Esperanza e.V. haben sich am frühen Abend des 16. September in Hamburg-Sasel zu unserem Sommerfest eingefunden. Der Garten von Lutz und Friederike war in den Farben der bolivianischen Flagge getaucht – Rot, Gelb, Grün, mit Luftballons oder Kerzen, aber auch Tüchern aus Camiri.

Sommerfest 2017.1

Später am Abend berichtete der Vereinsvorsitzende Julius, über die Arbeit von Joven Esperanza e.V.  und die Situation der Kinder in Camiri, Bolivien. Das besondere Augenmerk lag dabei auf der familiären und persönlichen Unterstützung der Kinder und Jugendlichen. Diese enge Beziehung liegt dem gesamten Verein sehr am Herzen, denn nur so können wir auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder eingehen und sie ganzheitlich fördern.

 Bis in die Abendstunden saßen alle Gästen beieinander, genossen die lateinamerikanischen Köstlichkeiten und tauschten sich aus.
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Das PENADER im deutschen Spanischunterricht

Während meiner Freiwilligenarbeit in Camiri entstand die Idee, das Projekt PENADER auch in deutschen Schulen vorzustellen. Zum einen können die Schülerinnen und Schüler so einen Einblick in die bolivianische Kultur sowie Erfahrungen „aus erster Hand“ berichtet bekommen; zum anderen gewinnt dadurch Joven Esperanza an Bekanntheit und wir erhoffen uns neue Mitglieder oder Spenden. Nach Kontaktaufnahme zu meiner ehemaligen Spanischlehrerin Inés Patiño bekam ich eine Einladung in den Spanischunterricht der 7., 8. und 10. Klasse des Gymnasium Maiendorfs in Hamburg (weitere Schulen folgen hoffentlich).

Im Anschluss an eine Präsentation mit diversen Fotos, Eindrücken und Highlights meiner Südamerikareise, wurde – als zweiter Stundenschwerpunkt – das PENADER genauer vorgestellt. Die deutschen Schülerinnen und Schüler erfuhren, wie ein „typischer Tag“ im Projekt abläuft, worin die Arbeit des PENADERs besteht und welche Erfolge und Schwierigkeiten mit meinen eigenen Projekten einhergingen. Ihre Emotionen wechselten von Schockieren, Amüsanz und Begeisterung. Als sie sich in der folgenden Gruppenarbeit mit den ausgefüllten Fragebögen von Jesus, Jerson, Luis und Vivian – vier Jugendlichen aus Camiri im gleichen Alter der betroffenen Schülerinnen und Schüler – beschäftigten, wurde jedoch schnell klar, dass es auch viele Gemeinsamkeiten gibt: auch in Bolivien spielen die Kinder Fußball, hören ähnliche Musik, treffen gerne ihre Freunde und möchten nach der Schule studieren. Dass sie mit einer beinahe zweistelligen Anzahl an Geschwistern in einem Raum leben oder bei dem ein oder anderen der größte Wunsch darin besteht, zu arbeiten, um die Familie unterstützen zu können, führt einem jedoch zeitgleich die Unterschiede vor Augen. Höchst motiviert wurden die Fragen aus Camiri, welche die Vier mir vorher geschickt hatten, in Form von Briefen beantwortet. Zuletzt haben wir dann Ideen gesammelt, wie die Schülerinnen und Schüler von Deutschland aus das PENADER unterstützen könnten. Neben diversen Vorschlägen über Kuchenverkäufe, Flohmärkte und Co, haben mehrere Kinder bereits Flyer von Joven Esperanza mitgenommen, um im Familien- und Bekanntenkreis für Spenden und neue Mitglieder zu werben – schließlich wissen sie jetzt, wo das Geld ankommt: bei Jesus, Jerson, Luis, Vivian und den anderen Kindern im PENADER.

 

Einige Kinder werden vorgestellt. Jojo zeigt Bilder aus Camiri

 

 

 

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