News aus dem PENADER und vom Joven Esperanza e.V.

Wie jedes Jahr wurde am 12. April der „Tag der Kinder“ in Bolivien gefeiert. Für die Mädchen und Jungen im Projekt ist dies ein ganz besonderer Tag: IHR Tag, an dem sie tatsächlich einfach Kind sein und Spaß haben dürfen. Seit vielen Jahren besteht durch Micaela (Gründungsmitglied des PENADERS – einige kennen sie von der Mitgliederversammlung) eine Kooperation mit Studenten der Universität in Santa Cruz. Sie sorgen am „Tag der Kinder“ für ein buntes Rahmenprogramm aus diversen Spielen, Musik, selbstgebastelten Kostümen, leckerem Essen und kleinen Geschenken. Fast alle Kinder kamen schon um 8 Uhr ins PENADER und verbrachten zusammen einen tollen Tag! Aber seht selbst J

Diese Unterstützung von den Studenten in Santa Cruz freut uns sehr. In ärmeren Städten wie Camiri sind die Menschen besonders aufeinander angewiesen und helfen sich gegenseitig so gut sie können. So bekommt das PENADER zum Beispiel immer wieder Essensspenden von einzelnen Marktständen oder es kommen Nachbarn mit Schulmaterialien vorbei. Letzte Woche hat eine Gruppe von Frauen ehrenamtlich allen Kindern im Projekt die Haare geschnitten – ein kleiner „Luxus“, den sich die Familien sonst nicht leisten können.

Besonders aufregend war für die Kinder natürlich auch die Ankunft von unserer neuenFreiwilligen aus Deutschland! Noémie ist nun schon über einen Monat in Camiri und hat sich gut eingelebt. Im Anhang stellt sie sich und ihre ersten Eindrücke vor; bald folgt Genaueres von ihrer Arbeit im Projekt J

Bericht zur Vereinsversammlung 2018

am Sonntag vor Ostern fand unsere Mitgliederversammlung statt, von der wir nun gerne kurz berichten wollen (ein ausführliches Protokoll und einen Finanzbericht findet ihr im Anhang). Wie auch schon in den letzten Jahren war der Kaminraum im Haus der Natur gut gefüllt – schön, dass 36 Mitglieder und Gäste gekommen sind.

Nachdem Julius für die neuen Gäste kurz das Projekt erklärt hat, folgte ein Jahresrückblick des PEANDERs sowie Joven Esperanzas. Nicht nur in Camiri gibt es viele Fortschritte, sondern auch wir konnten dieses Jahr 23 neue Mitglieder begrüßen und so inzwischen 75% der laufenden Kosten durch Mitgliedsbeiträge decken. Durch unsere nun 132 Mitglieder sowie tolle Aktionen und großzügige Einzelspenden haben wir eine gute Stabilität erreicht und Sonntag bereits in kleineren Gruppen über mögliche Bildungs- und Gesundheitstöpfe diskutiert. Diese sind dafür gedacht, in Zukunft auch Einzelschicksale zu unterstützen. Dafür benötigen wir in diesem Jahr ebenfalls eine steigende Mitgliederzahl und weiterhin eure Unterstützung – verweist gerne auf unsere Homepage!

Weitere gute Nachrichten gibt es von der „Juristischen Person“, mit der das PENADER offiziell als gemeinütziger Verein in Bolivien anerkannt wird und beispielweise ein Bankkonto eröffnen, Sachspenden beziehen oder ein Haus kaufen kann. Nach vielen Jahren sind unsere Freunde in Camiri jetzt kurz vor der Eintragung ins Vereinsregister und würden damit einen großen Schritt Richtung Unabhängigkeit machen. Insbesondere der Hauskauf ist unser langfristiges Ziel. In Bolivien wird dafür jetzt die Grundlage geschaffen. In Deutschland informieren wir uns über mögliche Förderungsmittel durch Stiftungen, die uns dabei helfen könnten einen zukünftigen Hauskauf zu finanzieren. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Marisa und Jojo haben auch von ihren Eindrücken, vielen, vielen schönen Erlebnissen und einigen Herausforderungen aus den letzten Jahren bzw. aus 2017 berichtet, sowie einige Bilder und Videos gezeigt. Trotz kleiner Rückschläge und gelegentlich einem „bolivianischen“ statt gewünschten „deutschen“ Tempo, sind im Laufe der Jahre unglaubliche Fortschritte und vor allem eine Kontinuität zu sehen. So essen die Kinder beispielsweise längst nicht mehr auf dem Boden oder machen ihre Hausaufgaben auf dem Schoß, sondern sitzen an großen Tischen, wo sie ein ausgewogenes, warmes Mittagessen zu sich nehmen oder ihre Hausaufgaben in Ruhe erledigen. Auch Micaela, Gründungsmitglied des PEANDERs, die zu unserer Begeisterung aus Madrid, wo sie gerade ein Auslandssemester macht, kommen konnte, berichtete begeistert: 19 von 22 Jugendlichen aus den jeweiligen Abschlussjahrgängen haben durch die Unterstützung des PENADERs in den letzten drei Jahren ihren Schulabschluss gemacht. Sie haben Arbeit gefunden oder studieren sogar.

Micaela sprach uns im Namen der Kinder MUCHAS GRACIAS aus!

Bei der Wahl des Vorstandes wurde Julius Knierer als Vorsitzender wiedergewählt, Marisa Amaya Rudilla (vorher Schatzmeisterin) ist nun zweite Vorsitzende und Johanna Gewand (neu im Team) Schatzmeisterin, wobei wir die Aufgaben intern etwas flexibler verteilen. Wir freuen uns sehr, dass uns Alexander Maywurm und Marie Claes im erweiterten Vorstand erhalten bleiben und dass außerdem Teresa Kückmann unser Team bereichern wird. An dieser Stelle noch einmal einen besonderen Dank an Marie, die sieben Jahre engagiert und zuverlässig als zweite Vorsitzende das Projekt unterstützt hat!

Nun freuen wir uns auf das nächste Jahr mit euch und hoffentlich weiteren Mitgliedern, mit tollen Aktionen (wie dem zweiten Sommerfest, das Lutz und Friederike mit einigen Helfern bereits planen), Neuigkeiten und vielen Fotos direkt aus dem PEANDER von Marisa und Jojo, die im Sommer hinfliegen wollen, und mit vielen glücklichen Kindern, die weiterhin im PENADER essen und Hausaufgaben machen können und dort vor allem ein zweites Zuhause haben.

Mitgliederversammlung März 2018

Liebe Freunde des Joven Esperanza E.V.s,

letzten Sonntag fand unsere Mitgliederversammlung statt, von der wir dir gerne kurz berichten wollen (ein ausführliches Protokoll und einen Finanzbericht findest du im Anhang). 

Nachdem Julius, der 1. Vorsitzende, für die neuen Gäste kurz das Projekt erklärt hat, folgte ein Jahresrückblick des PEANDERs sowie Joven Esperanzas. Nicht nur in Camiri gibt es viele Fortschritte, sondern auch wir konnten dieses Jahr 23 neue Mitglieder begrüßen und so inzwischen 75% der laufenden Kosten durch Mitgliedsbeiträge decken. Durch unsere nun 132 Mitglieder sowie tolle Aktionen und großzügige Einzelspenden haben wir eine gute Stabilität erreicht und Sonntag bereits in kleineren Gruppen über mögliche Bildungs- und Gesundheitstöpfe diskutiert. Diese sind dafür gedacht, in Zukunft auch Einzelschicksale zu unterstützen. Dafür benötigen wir in diesem Jahr ebenfalls eine steigende Mitgliederzahl.

Weitere gute Nachrichten gibt es von der „Juristische Person“, mit der das PENADER eine offizielle Organisation wird und beispielweise ein Bankkonto eröffnen, Sachspenden beziehen oder ein Haus bauen kann. Nach vielen Jahren sind unsere Freunde in Camiri jetzt kurz vorm Abschluss und würden damit einen großen Schritt Richtung Unabhängigkeit machen. Insbesondere der Hauskauf ist unser langfristiges Ziel. In Bolivien wird dafür jetzt die Grundlage geschaffen, in Deutschland informieren wir uns über mögliche Förderungsmittel. 

Marisa, die seit 2011 jährlich ihren Jahresurlaub im PEANDER verbringt, und Jojo, die 2017 als Freiwillige vor Ort war, haben auch von ihren Eindrücken, vielen, vielen schönen Erlebnissen und einigen Herausforderungen berichtet sowie einige Bilder und Videos gezeigt. Trotz kleiner Rückschläge und gelegentlich einem „bolivianischen“ statt gewünschten „deutschen“ Tempo sind im Laufe der Jahre unglaubliche Fortschritte und vor allem eine Kontinuität zu sehen. So essen die Kinder beispielsweise längst nicht mehr auf dem Boden oder machen ihre Hausaufgaben auf dem Schoß, sondern sitzen an großen Tischen, wo sie ein ausgewogenes, warmes Mittagessen zu sich nehmen oder ihre Hausaufgaben in Ruhe erledigen. Auch Micaela, Gründungsmitglied des PEANDERs, die zu unserer Begeisterung aus Madrid, wo sie gerade ein Auslandssemester macht, kommen konnte, berichtet begeistert: 19 von 22 Jugendlichen aus dem PENADER haben in den letzten drei Jahren ihren Schulabschluss gemacht haben und arbeiten oder studieren nun. Sie sprach uns im Namen der Kinder MUCHAS GRACIAS aus!

Bei der Wahl des Vorstandes wurde Julius Knierer als Vorsitzender wiedergewählt, Marisa Amaya Rudilla (vorher Schatzmeisterin) ist nun zweite Vorsitzende und Johanna Gewand (neu im Team) Schatzmeisterin, wobei wir die Aufgaben intern etwas anders verteilt haben. Wir freuen uns sehr, dass uns Alexander Maywurm und Marie Claes im erweiterten Vorstand erhalten bleiben und dass außerdem Teresa Kückmann dazustößt. 

Nun freuen wir uns auf das nächste Jahr mit hoffentlich weiteren Mitgliedern, mit tollen Aktionen (wie dem zweiten Sommerfest, das bereits geplant wird), Neuigkeiten und vielen Fotos direkt aus dem PEANDER von Marisa und Jojo, die im Sommer hinfliegen wollen, und mit vielen glücklichen Kindern, die weiterhin im PENADER essen und Hausaufgaben machen können und dort vor allem ein zweites Zuhause haben…

Herzliche Grüße

Jojo’s Zeit im PENADER

Die letzten Tage sind wie im Flug vergangen und ich kann selber kaum glauben, dass meine drei Monate in Camiri nun vorbei sind.

Inzwischen sind die Englisch und Deutschkurse fast in den Alltag integriert und die Kinder wissen genau, an welchen Tagen sie welches Fach erwartet.Doch aller Anfang war auch schwer: in Bolivien funktioniert alles etwas langsamer und man benötigt Geduld.Dennoch entwickelte sich bei vielen Kindern ein Interesse, es wurde nach Worten und Bedeutung von Songtexten gefragt und inzwischen sprechen sie stolz erste Worte und Sätze, singen „Head, shoulders, knees and toes“ oder „Shape of you“. Auch auf Deutsch wird man nun gerne begrüßt und bekommt ein „Danke“, „Ja“ oder „Nein“ zur Antwort.

Natürlich sind das kleine Erfolge, aber zumindest haben viele Kinder so den Zugang zu Fremdsprachen bekommen und eine Motivation entwickelt. Das war für mich der erste wichtige Schritt!:)

Auch auf dem Sportplatz mussten erst einmal – für die bolivianischen Kinder ganz neue – Sozialregeln eingeführt werden, aber am Ende der Stunde kamen alle mit strahlenden, roten Gesichtern zurück. Nun kennen sie viele weitere Spiele aus Deutschland und „Eckenfußball“ ist sogar zum absoluten Lieblingsspiel geworden. Es hat mich selber sehr glücklich gemacht, zu beobachten, wie viel Spaß sie beim Sport, im Team oder auch beim Lernen hatten und ihre Fortschritte zu sehen.

Luise, eine weitere Freiwillige, die noch bis Juli bleibt, wird meine Kurse nun weiterführen und dann an den nächsten Freiwilligen übergeben, sodass nichts in Vergessenheit gerät und hoffentlich sogar auf dem Gelernten aufgebaut werden kann. Dasselbe gilt für alle weiteren (wieder)gestarteten Projekte, wie Mülltrennung und Gartenarbeit. 

Meiner Meinung nach ist das PENADER eine fantastische Institution und in einem Land wie Bolivien unfassbar wichtig. Den Kindern wird – gerade dadurch, dass das Centro ein „zweites Zuhause“ für sie darstellt – tatsächlich eine Chance für eine bessere Zukunft gegeben.

Jetzt möchte ich aber erst einmal DANKE sagen: DANKE, dass ich für eine Zeit Teil dieses großartigen Projektes und Teil des bolivianischen Lebens sein durfte, DANKE für die Unterstützung von Joven Esperanza und ganz besonders Marisa und DANKE für viele, viele Glücksmomente mit den Kindern.

Jojo

Workshop zu Gesundheit und Sexualkunde

Am Samstag, den 21. Mai 2016 fand im Zentrum PENADER. ein Workshop zu dem Thema Gesundheit, Hygiene und sexuelle Verhütung statt. Ein zentrales Thema waren dabei Krankheiten und die Krankheitsübertragung.

Wer bin ich und was unterscheidet mich von den Anderen?“ war die zentrale Frage in der Gruppe der 6 – 12 Jährigen der im Zentrum eingeschriebenen Kinder. Während sich die jüngeren zunächst mit einfachen Fragen und Themen zum Thema Gesundheit beschäftigt haben, ging es bei den 13 – 18 Jährigen um Verhütung und sexuell übertragbare Krankheiten. Begonnen wurde der Tag mit einem Spiel zum warmwerden. Gespielt wurde Fußball, jedoch in einer abgewandelten Form.

Die Spieler mussten in der Position von Krebsen Tore erzielen. Bei diesem Spiel sind selbst die selbst die Zuschauer warm geworden, sodass wir direkt in die Themen einsteigen konnten.Bei der Gruppe der jüngeren Workshop-Teilnehmer ging es zunächst nach einem weiteren Spiel weiter mit der Frage „Wer bin ich“. Dafür sollten die Kinder auf einem Blatt Papier, auf dem ein Junge und ein Mädchen abgebildet waren, zeigen, ob sie ein Junge oder ein Mädchen sind und sagen, warum.
Da kam die Antwort: „weil ich Hosen trage“ oder auch: „weil ich so geboren wurde.“ Des Weiteren ging es in dieser Gruppe auch um die Hygiene, warum es so wichtig ist, sich täglich zu waschen oder sich nach dem Toilettengang die Hände zu waschen. Da alle gut mitgemacht haben, wurde die Gruppe mit einem letzten Spiel belohnt.

Die Jugendlichen des PENADER haben nicht so viel gespielt. Bei ihnen ging es um das ernst zu nehmende Thema „Verhütung“. Zunächst hat ein Mädchen, das selbst im Projekt eingeschrieben ist, Krankheiten wie HIV, AIDS und Geschlechts-krankheiten vorgestellt und somit deutlich gemacht, warum es so wichtig ist, sich beim Geschlechtsverkehr zu schützen und das nicht nur vor einer möglichen Schwangerschaft. Ein Freund des Zentrums, den wir für diesen Workshop eingeladen haben, da er selbst die selbst Medizin studiert hat, hat die verschiedenen Verhütungsmittel vorgestellt und auch gezeigt, wie man ein Kondom richtig anwendet. Zuletzt wurde noch ein Film über HIV und AIDS gezeigt.
Der Workshop kam sehr gut bei den Teilnehmern an und wir hoffen, dass wir auf Grund der Dringlichkeit dieses Themas, vor allem bei den Jugendlichen, einen Einblick in die Problematik erreichen konnten.

Neuanschaffungen im PENADER

Unser Vorstandsvorsitzender war dieses Jahr für drei Monate im PENADER und hat dort unsere Freunde des PENADERs tatkräftig unterstützt. Er hat die neuen Kinder im Projekt kennengelernt, hat sie zu Hause besucht, Gespräche geführt und im Projekt mitgearbeitet. Dabei durfte er feststellen: das Projekt hat fantastische Fortschritte gemacht! Allerdings kamen auch einige Dinge zum Vorschein, die fehlten oder verbessert werden mussten.Dank der tollen Benefizaktion des Zeitlos Tattoo- Studios in Duisburg konnten diese dringend erforderlichen Neuanschaffungen finanziert werden, ohne dabei die monatliche Projektfinanzierung zu gefährden. Für die 650 Euro, die bei der Benefizaktion eingenommen wurden, wurden folgende Dinge bezahlt, bzw. mitfinanziert:

In Camiri wird häufig das Leitungswasser aufgrund schlechten Wetters oder Straßenarbeiten einfach abgestellt. Wenn es dann wieder Wasser gibt, ähnelt es in seiner Farbe eher Abwasser. Für das PENADER ist es sehr wichtig, dass es permanent sauberes Wasser gibt, denn damit wird das Essen zubereitet, Tee gekocht und abgewaschen. Außerdem wird das Bad bei 68 Kindern natürlich ständig besucht und Wasser benötigt. 


Wir haben nun einen großen Wassertank besorgt, der das kurzfristige Abstellen des Leitungswassers problemlos überbückt und das Projekt jederzeit mit Wasser versorgen kann.

Kampf gegen Karies- gemeinsam für gesunde Kinderzähne

Kennst du das schreckliche Gefühl von Zahnschmerzen? Die ständigen Schmerzen beim Essen?
Benachteiligte Kinder und Jugendliche leiden häufig aufgrund mangelnder Mittel und eines fehlenden Bewusstseins für Mundhygiene an Zahnfäule und Zahnfleischentzündungen. Mit weniger als einem Euro kannst du den Schülerinnen und Schülern aus dem Projekt PENADER nachhaltige und regelmäßige Zahnpflege ermöglichen.
Solidarisiere dich – setz dich ein im Kampf gegen Karies und sichere damit den Kindern und Jugendlichen eine gesunde Zukunft!

José lebt gemeinsam mit seinen sieben Geschwistern und seinen Eltern in einer kleinen Blechhütte im ärmsten Teil von Camiri. Er und seine vier älteren Geschwister besuchen das PENADER nun seit über einem Jahr. Sein Vater versorgt die Familie durch Gelegenheitsjobs und verdient damit 1,50 bis 2,80 Euro am Tag. Seine Mutter arbeitet als Reinigungskraft und Wäscherin, um die Einkünfte der Familie aufzubessern. Eine Zahnfüllung kostet beim Zahnarzt über sechs Euro und sprengt damit die finanziellen Möglichkeiten der Familie Cerezos. Diese finanzielle Bedürftigkeit ist kein Einzelfall, sie betrifft die meisten Familien der Kinder und Jugendlichen im Projekt.

Ziel unseres Projekts ist vordergründig die Behandlung der aktuellen Symptome und zustätzlich die Schaffung eines Bewusstseins für die zahnhygienische Notwendigkeit innerhalb der Familie.
Damit dieses Bewusstsein nachhaltig geschaffen werden kann, müssen sich die Eltern an den zahnärztlichen Behandlungskosten mit 20% beteiligen. Die restlichen 80% der Behandlungskosten werden durch diese Spendenkampange gedeckt.

Unterstütze José, seine Geschwister und die anderen Kinder und Jugendlichen im PENADER für eine kariesfreie und gesunde Zukunft!

PENADER feiert ein jähriges Bestehen

Am Montag den 10. März ging es schon los, ziemlich genau 6 Tage vor dem eigentlichen Geburtstag des PENADER. Geplant war ein Sportturnier für die Kinder, welches sich über die ganze Woche hinstrecken sollte. In drei Disziplinen haben sich die Kinder und Jugendlichen gemessen: Volleyball, Basketball und Fussball.

Unter der Woche traten die einzelnen Teams gegeneinander an und am Samstag wurden dann die Finalspiele ausgetragen. Zu den sportlichen Aktivitäten kam eine Art Marathon hinzu, der sich über eine Strecke von ca. 1,5 km erstreckte. Die MitläuferInnen wurden in drei Klassen aufgeteilt, zunächst gemischt bis neun Jahren, die zweite Kategorie bildeten Mädchen älter als neun Jahre und zu guter Letzt Jungs älter als neun Jahre. Die Gewinner der einzelnen Klassen wurden mit Preisen wie Schulheften, Bleistiften, Radiergummis und Linealen beschenkt. Die Gewinner:

  • Gustavo Cerezo Padilla (gemischt bis neune Jahre)
  • Angela Sejas Duran (Mädchen ab neun Jahren)
  • Jose Carlos Curisi (Jungs ab neun Jahren)

Abgesehen von den sportlichen Beiträgen, sollte der künstlerische Teil natürlich auch nicht zu kurz kommen. Deswegen wurde am Freitag abend ein kleines Zusammenkommen organisiert, an dem Kinder wie auch Eltern teilnehmen konnten. Die “Kleinen” hatten hierbei die Möglichkeit selbst etwas beizutragen, wie z.B. Tänze, Sketches oder ähnliches.

Ein voller Erfolg, denn es haben sich ganze fünf Gruppen von Tänzern und Tänzerinnen zusammen gefunden. 

  • Los Negritos: Soledad, Edith, Angela, Nayeli, Veronica, Javier (Alter: 8-11)
  • Los Tobas: Yulisa, Vivian, Carla (Alter: 13-18)
  • Freiwilligen: Andrea, Sofie, Lars, Justus (Alter: 18-23) 
  • Cueca Chaqueña: Maria José (Alter: 15), Matthias (Freiwilliger)
  • Alle: “ Macarena”

Nach den Darbietungen wurden noch einzelne kleine Tanzspiele gespìelt bis hinzu einer Polonese durch das ganze Projekt. Anschliessend wurde eine Kleinigkeit zu Essen serviert, bis dann alle bespaßt und zufrieden in ein tolles Geburtstagswochenende gehen konnten.

Der Samstag sah wie folgt aus, Punkt 9 Uhr trafen sich alle im Projekt und es ging sofort an den Marathon. Nach ca 13 Uhr waren alle LäuferInnen einmal gelaufen und man konnte das ganze Programm auf dem naheliegenden Sportplatz fortführen. Dort wurden dann die Finalspiele ausgetragen. Nach etlichen Sportstunden sind dann alle mit einem großen Hunger in das Projekt zurück gekehrt. Hier sollte ein Überraschungsessen auf sie warten, und zwar: selbstgemachte Burger. Ein grosses Grinsen verbreitete sich auf den Lippen der Kinder und man hat geradezu das Wasser in deren Münder zusammenlaufen sehen. Doch bevor gegessen werden konnte wurden natürlich die SiegerInnen der Disziplinen geehrt und wie immer ein Tischgebet aufgesagt. Auf die Plätze, fertig ?, LOS! Und das grosse Geschmatze lief im vollen Gange. Nachdem dann die Teller gewaschen waren und ein bisschen aufgeräumt wurde, gingen die gut gesättigten und glücklichen Kinder nach Hause.

Der Sonntag, der eigentliche Geburtstag des PENADERs, hatte sich ein wenig anders gestaltet, denn dieser Tag wurde größtenteils nur unter den MitarbeiterInnen gefeiert. Jede(r) bereitete dazu etwas vor. Zum Essen wurden auch die Nachbarschaft eingeladen, um das PENADER besser kennnezulernen. Die Nachbarinnen und Nachbarn konnten gegen eine Spende für das Projekt auch gerne etwas mehr Essen mit nach Hause nehmen. Nach diesem letzten Tag, ging dann auch der erste Geburtstag des PENADERs zu Ende. Alles in allem eine sehr gelungene Woche mit viel Spaß, sowohl für die Kinder und Jugendlichen als auch für die ErzieherInnen eine gelungene Abwechselung, die das Gemeinschaftsgefühl weiter stärken konnte.

Soziales Praktikum im PENADER

Sofie (23), Lars (21) und Matthias (25) studieren Soziale Arbeit in Berlin. Sie sind letztes Jahr an uns herangetreten, um im PENADER ein sechswöchiges Praktikum absolvieren zu können. Anfang Februar werden sie ihre Reise antreten.

Während ihrer Zeit ihrer Zeit in Camiri werden sie die Arbeit des Teams tatkräftig unterstützen. Sie werden im Rahmen der interkulturellen Zusammenarbeit Gelegenheit haben mit dem bolivianischen Team pädagogisches Fachwissen und Erfahrungen auszutauschen. Außerdem wollen sie die Lebensumstände der Familien und die sozialen Strukturen kennen lernen.

Mit ihrer Rückkehr nach Deutschland ist für die drei Studenten der Einsatz aber noch nicht beendet. Ein Semester lang werden sie sich intensiv mit Fundraising beschäftigen und Spendengelder für das Projekt akquirieren. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit in diesem Bereich.

Wir wünschen Sofie, Lars und Matthias alles Gute auf ihrer Reise und für die Zeit im Projekt.

Wir haben ein Haus

Den ganzen Monat Januar 2013 über war das PENADER-Team auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. Jetzt konnten sie ein geeignetes Haus zur Miete finden, das für die Kinder und Jugendlichen zu Fuß gut erreichbar ist.
Der größte Raum des Hauses wird mit Tischen und Stühlen ausgestattet werden. Dort können die Kinder und Jugendlichen mit den Erziehern zusammen zu Mittag essen und ihre Hausaufgaben machen. Daneben liegen drei kleinere Räume dort. Dort ensteht Platz für Nachhilfestunden in Kleingruppen und ein kleines Büro für die Organisation des PENADER.
Dank eurer Spenden können wir als Förderverein Joven Esperanza e.V. die Mietkosten für die ersten Monate des Jahres übernehmen. Wir hoffen, dass wir weiterhin mit eurer Unterstützung zählen können und noch weitere Spender und Mitglieder finden. Nur so können wir das Haus für dieses Jahr finanzieren und gleichzeitig das PENADER bei seinen eigentlichen Aufgaben zum Wohl der Kinder und Jugendlichen unterstützen.

Wie geht es jetzt mit dem PENADER weiter?
Mitte diesen Monats beginnt nach den langen Sommerferien der Schulunterricht. Deswegen können sich die Kinder und Jugendlichen über den gesamten Monat in das PENADER einschreiben. Im März, wenn nach Karneval wieder regulärer Unterricht stattfindet, soll das PENADER eröffnen.
Bis dahin gibt es noch allerhand zu tun: Das komplette Haus braucht eine Grundaussstattung. So wird sich das PENADER-Team in Camiri und Umgebung um zahlreiche Sachspenden bemühen. Es fehlen Tischen, Stühle, Tafeln, ein Herd für die Küche und und und…
Wir schätzen es sehr, dass sich das PENADER in diesem Punkt nicht auf Spenden aus Deutschland verläßt, sondern mit großen Engagement erst einmal die Möglichkeiten, die es in Bolivien hat, ausschöpft.

Auf den Bildern in der untenstehenden Gallerie, könnt ihr das Haus in Augenschein nehmen.

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